Film

Levi Danube ist soeben in eine billige Mietwohnung in Los Angeles gezogen, wo er sich schnell mit seinem Nachbarn John Daniel anfreundet. Dieser wohnt seit etwa zehn Jahren im Haus und erzählt ihm, seine Wohnung seit zuvor lange unvermietet geblieben. Den Grund dafür findet Levi bald heraus: In seinem neuen Zuhause treten seltsame Phänomene auf. Gemeinsam mit John versucht er, diese zu ergründen, wobei er jeden Schritt der Recherche mit der Kamera festhält... Wie eine Art Kreuzung zwischen Poltergeist und Unheimliche Begegnung der dritten Art erzählt Something in the Dirt von Durchschnittsmenschen, die mit dem Unerklärlichen konfrontiert werden – wobei der formale Ansatz stets spielerisch und erfinderisch bleibt. So nimmt der Film die Züge eines Fake-Doks an, der nicht auf eingebaute Interviews mit den Protagonisten und auf nachgestellte Szenen verzichtet. Eine fröhliche Mischung aus Science-Fiction, paranoidem Thriller und schwarzer Komödie, in der die Grenzen der Fiktion immer weiter hinausgeschoben werden. Justin Benson und Aaron Moorhead sind eng verbunden mit dem US-amerikanischen Mumblecore. Seit jeher gelingt es ihnen, geringe Budgets durch gewagte, meisterhafte Verknüpfungen von Genres aufzuwerten. Nach der Horror-Romanze Spring und einem lovecraftschen Diptychon mit Resolution und The Endless überzeugte das Duo mit dem ehrgeizigen Zeitthriller Synchronic. Für die beiden Filmemacher ist Something in the Dirt eine temporäre, pandemiebedingte Rückkehr zu bescheideneren Verhältnissen – wobei sie erneut ihr Talent unter Beweis stellen, aus sehr wenig sehr viel zu machen.

Musik
Jimmy LaValle
Schnitt
Justin Benson
Schnitt
Michael Felker
Schnitt
Aaron Moorhead
Kamera
Aaron Moorhead
Besetzung
Aaron Moorhead, Justin Benson, Sarah Adina Smith
Contact
XYZ Films