Film

Die Menschheit hat versagt. Im verzweifelten Versuch, die ökologische Krise abzuwenden, haben die Regierungen alles in Gentechnologie investiert. Der Misserfolg war gewaltig: Laborgezüchtete Viren breiteten sich in der Natur aus und vernichteten die meisten essbaren Pflanzen und Tiere. In dieser verkümmernden Welt träumt Vesper von einer besseren Zukunft. Diese will sie sich erkämpfen mit ihrem Einfallsreichtum und ihren Biohacking-Skills – und vielleicht auch mit der Hilfe einer geheimnisvollen Frau, die aus einer der letzten Oligarchenstädte stammt. Nach dem Elektroschock-Thriller Vanishing Waves, der 2012 am NIFFF den Méliès d'Or gewann, erweitern Kristina Buožytė und Bruno Samper ihr Science-Fiction-Universum mit diesem umwerfenden post-apokalyptischen Film, in dem Hoffnung als Treibstoff funktioniert. Von den ersten Minuten an fasziniert Vesper mit seiner trostlosen Welt, die kontrastiert mit der Vielfalt der eingearbeiteten Konzepte und der gezeigten Biodiversität. Die kraftvolle Bildsprache, gepaart mit einem hervorragenden Cast und einer aufregenden Geschichte, machen Vesper zu einem der innovativsten Filme des Jahres. Kristina Buožytė (1982) studierte an der Academy of Music and Theatre in Vilnius, die sie 2008 mit einem Master abschloss. Sie arbeitet an mehreren Fronten und machte mit ihren Kurzfilmen auf sich aufmerksam, darunter Change the Record (2005) und The Collectress (2008). Bruno Samper (1974) ist ein Allround-Künstler, der sich auf Design und Digitaltechnik sowie auf interaktives Storytelling spezialisiert hat: Er entwickelt Projekte im Bereich der virtuellen und erweiterten Realität. Vanishing Waves (2012) war ihre erste Zusammenarbeit, gefolgt von ABCs of Death 2 (2014), bei dem sie gemeinsam ein Segment inszenierten, sowie von Vesper, einem während der Pandemie gedrehten Spielfilm.

Drehbuch
Kristina Buožytė, Brian Clark, Bruno Samper
Musik
Dan Levy
Kamera
Feliksas Abrukauskas
Besetzung
Raffiella Chapman, Eddie Marsan, Rosy McEwen
Contact
Koch Media